Die Strömung

Ein sehr Wichtiger Parameter in unserem Aquarium ist die Strömung. Sie dient den Tieren quasi als Bote für Nahrung und Sauerstoff. Ebenso arbeitet die Strömung als Müllabfuhr, in dem sie die Abfallstoffe unserer Korallen abtransportiert. Unsere kleinpolypigen Steinkorallen sind eine verhältnismäßig starke Strömung gewohnt, wobei man aber nicht sagen kann, dass mehr Strömung auch gleich besser ist. Damit sich unsere Tiere wohlfühlen und keinen Kümmerwuchs zeigen, muss man darauf achten, dass jedes Tier die für sich geeignete Strömung abbekommt. So ist die Strömung direkt mit der Wuchsform der Koralle in Verbindung zu setzen. Dickästige Acroporen benötigen eine stärkere Strömung als filigranästige Acroporen.

 

Acropora sp.  direkter Strömung ausgesetzt
Acropora sp. direkter Strömung ausgesetzt

Zum Glück ist es weniger kompliziert den richtigen Standort für unsere Steinkorallen zu finden. Man sollte darauf achten, dass die Koralle so beströmt wird, dass sich kein Mulm oder andere Beläge an der Koralle festsetzen können. Das würde unweigerlich zum Absterben des Gewebes führen. Direkt anströmen sollte man die Koralle ebenfalls nicht, da dies ebenfalls das Gewebe schädigt. Im schlimmsten Fall kann sich eine Infektion des Gewebes bilden. Bei den genannten Gewebeschäden bleibt leider keine andere Möglichkeit als die geschädigten Stellen zu entfernen, da sonst das gesamte Tier daran zu Grunde gehen kann.

 

Man sollte eine 20 - 30 fache Umwälzung des Wassers anstreben. Das heißt bei einem 300 l Becken sollten Strömungspumpen mit einer Gesamtleistung von 6000 - 9000 l/h genutzt werden. Hier sollte man auf 2 - 3 Strömungspumpen zurückgreifen, um eine möglichst gleichmäßige Strömung zu erzeugen. Eine Rückförderpumpe kann ebenfalls dazu gerechnet werden, sofern eine betrieben wird. Es wird der Tag kommen an dem in unserem Becken schöne große Korallen gedeihen. Da kann es sein, dass die zuerst gewählte Strömungsleistung nicht mehr ausreicht und erhöht werden muss. Insofern ist die genannte Faustformel eher als Richtlinie zu sehen, von der man je nach Besatzstärke abweichen muss.