Die Filterung

Lebendgestein & Totgestein

Totgestein
Totgestein

Unser wichtigster Filter ist das das Gestein. Hier kann man zwischen Legendgestein oder Totgestein wählen. Ich empfehle das Totgestein, da dieses meist frei von unerwünschten Plagen ist. Das Totgestein sollte beim Einfahren mit einem Bakterienpräparat an geimpft werden. Ich persönlich gebe das Bakterienpräparat in etwas Salzwasser und "Impfe" den Bodengrund mit einer Handelsüblichen Spritze. Die Bakterienstämme sind wichtig für die Nitrifizierung in unserem System. Verantwortlich sind meist die beiden Bakterienstämme Nitrobacter und Nitrosomonas. Diese Bakterienstämme besiedeln immer feste Oberflächen, so sollte das Gestein so porös wie möglich sein um eine große Besiedlungsfläche zu erzeugen. Wie die Nitrifikation funktioniert könnt Ihr hier finden. Lebendgestein von guter Qualität hat allerdings den Reiz, dass hier bereits Organismen mit ins Becken eingebracht werden und es immer für eine Überraschung gut ist. Man kann es wunderbar in der Einfahrphase beobachten, da es täglich etwas Neues zu entdecken gibt. Die dosierung von Bakterienstämmen ist beim Lebendgestein nicht zwingend Notwendig.

 

Mechanische Filterung

Um das Wasser von Schwebestoffen, Gelbstoffen und organischen Abfällen zu befreien, eignen sich mechanische Filter. Hier kann man spezielle Filterwatte und Filterschwämme einsetzen. Ein weiterer wichtiger Filter ist die Aktivkohle. Diese filtert die besonders schwer abzubauenden Gelbstoffe aus unserem Wasser. Diese sind zwar nicht schädlich, schlucken allerdings viel Licht, was unsere Acroporen lieber selber genießen würden. Vor dem Einsatz kann man die Kohle mit heißem Wasser übergießen, das verhindert ein Aufschwimmen und spült die Sedimente heraus. Am besten hält man sich an die Anleitung des genutzten Produktes.

 

Der für die Acroporenpflege interessanteste mechanische Filter ist das Zeolithgestein. Auf das ich an anderer Stelle nochmal gesondert eingehen möchte.

Filterwatte & Filterschwamm
Filterwatte & Filterschwamm

Eiweisabschäumung

Ein guter Abschäumer ist aus der Steinkorallenaquaristik nicht mehr wegzudenken, da dieser einen Großteil der organischen Verbindungen aus unserem System herausholt, bevor diese in den Nitrifikationskreislauf eingebunden werden. Dieses Gerät ist ein Garant für eine sehr gute Wasserqualität. Der Abschäumer zieht feinperlige Luft und Wasser über eine Pumpe in ein Rohr. An diesen Luftbläschen befestigen sich die Moleküle der Schadstoffe und es bildet sich ein Schaum der leichter ist als Wasser. So schwimmt der Schaum im Rohr oben auf der Wassersäule und wird dabei immer zäher, so lange bis dieser aus dem Rohr in einen Schaumtopf befördert wird. Der Eiweisabschäumer sollte 24 Stunden am Tag laufen, damit lebenswichtiger Sauerstoff in das Aquarium eingebracht wird. Es empfiehlt sich bei der Steinkorallenhaltung einen etwas überdimensionierten Abschäumer einzusetzen. Ich persöhnlich verwende einen BM Nac5 für 270l, obwohl dieser das Doppelte an Wasservolumen stemmen könnte.